Große Pferdeshow: „Apassionata“ unterhält bestens

BIELEFELD  Eine beeindruckende Mischung aus hoher Reitkunst und rasanter Akrobatik bietet die derzeitige Apassionata-Tournee „Im Bann des Spiegels“, die kürzlich in Bielefeld zu sehen war. Schon seit Jahren steht das erfolgreiche Pferdespektakel für große Inszenierungen im Show-Viereck, bei denen Vierbeiner verschiedenster Rassen im Mittelpunkt stehen.
Diesmal wird die Geschichte der beiden Mädchen Amy und Tracy erzählt, die sich in einem mystischen Spiegelkabinett verirren und dabei in fremde, magische Welten geraten. Ob im Dschungel, im Eispalast oder auf einer bizarren Party in Venedig – die verschiedenen Showbilder bieten den besten Rahmen für anspruchsvolle Dressuren und waghalsige Reiterkunststücke. So begeistern die Speed-Voltigierer der „Voltigeurs du Monde“, einer eigens für Apassionata geformten, temperamentvollen Equipe, die ihre „Turnübungen“ im vollen Galopp vollführen. Das Publikum immer wieder zum Jubel herausfordernd, bewegen sie sich gekonnt im schnellen Wechsel auf, über oder unter ihren Azteken, die großen Spaß an ihrer Aufgabe zu haben scheinen. Das gilt auch für die niedlichen Shetlandponies, die nach dem Motto „klein, aber oho“ mühelos Lektionen der hohen Schule präsentieren und zum Beispiel den schwierigen Kapriolensprung zeigen. Dass selbst die größten Pferde der Welt, die Shire Horses mit einem Stockmaß bis zu 2 Metern, grazil und anmutig auftreten können, beweist Daphne de Visser mit ihren beiden „Giganten“ Sam und Jos, die mit ihren charakteristischen, fellbesetzten Fesseln leichtfüßige Dressurelemente ausführen. Einen edlen, erhabenen Anblick bietet Alex Giona mit seinen sieben Schimmeln, die er allein durch Stimme und Körpersprache in einer poetischen und berührenden Freiheitsdressur zeigt.
Die hauseigene „ExperiDance Company“ trägt immer wieder zur guten Stimmung in der Arena bei: Klassische Choreografien, gekonnte Akrobatik und komödiantische Einlagen zeichnen diese athletischen Tänzer aus, die nicht nur als Lückenfüller zwischen den einzelnen Nummern auftreten.
Der Apassionata-Truppe gelingt es über zwei Stunden, das Publikum in den Bann zu ziehen, das bisweilen wegen der vielen zu beklatschenden Höhepunkte gar nicht mehr aus dem Applaudieren herauskommt. Dazu tragen auch die fantasievollen Projektionen auf der großen Leinwand bei, die die einzelnen Schauplätze filmreif bebildern. Hinzu kommt eine ausgeklügelte Lichtregie, die aus dem Sandboden auch schon mal Schnee oder Hafennebel entstehen lassen kann. Nicht zuletzt begeistern die aufwändigen Kostüme und Perücken, die dunkle Ritter, chinesische Mandarins oder venezianische Kurtisanen in farbenfrohe, textile Kunstwerke gewanden.
Die „Im Bann des Spiegels“-Tour ist unter anderem noch in Köln (15.-17. April), Göttingen (7.-8. Mai) und Düsseldorf (11.-12.6.) zu sehen. Schon im Oktober geht der Apassionata-Tross mit einer neuen Produktion auf Tournee. „Cinema of Dreams“, das die Geschichte eines Provinzkinos erzählt und Filmgenres aufleben lässt, ist bis Juni 2017 unter anderem in Dortmund, Münster und Bielefeld zu sehen.
Alle Tourdaten und Tickets hier: http://www.apassionata.com/im-bann-des-spiegels/tour-tickets/

Von Markus Möhl

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