PUR bringt Generationen zusammen

Halle/Westf., 18.12.2015   Von Markus Möhl    „Es ist so einfach: Wir stehen hier oben und singen, ihr hört uns zu und wir haben alle Spaß“. Das ist die von Sänger Hartmut Engler auf den Punkt gebrachte Philosophie von PUR, seit mehr als 30 Jahren einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Bands, die am 16. Dezember vor 7500 Fans im Gerry-Weber-Stadion in Halle ihre Visitenkarte abgab.
Und es ist wirklich so: Bei PUR ist drin, was draufsteht. Ob Mitsing-Hymnen wie „Lena“ oder „Wenn Du da bist“, bei denen die Zuschauer zum stimmgewaltigen Chor werden, oder sozialkritisch angehauchte Songs wie „Achtung“, der Titelsong des neuen Albums, der zum Respekt gegenüber Andersdenkenden und -lebenden aufruft – PUR mit Frontmann und Texter Hartmut Engler dosiert seine Botschaften so, dass die Konzerte zu fröhlichen Familienfeiern werden: Ab und zu mal ein kritisches Wort, viel Gefühl, auch Nachdenkliches, aber ansonsten jede Menge gute Laune. Genau das, obwohl viel und oft kritisiert, macht den Erfolg der Band aus Bietigheim-Bissingen aus, die Generationen zusammen bringt: Töchter mit ihren Vätern, Senioren und jung gebliebene Mittfünfziger feierten in Halle ihre Lieblingshits wie „Hör gut zu“ oder „Abenteuerland“, lassen sich aber auch auf Titel wie „Bis der Wind sich dreht“ ein, bei dem Engler, kostümiert in Ledermantel und Militärmütze, in die Rolle eines Neonazis schlüpft und die Gefahr des Rechtsextremismus besingt. Ansonsten brauchen PUR nicht viel, um ihre musikalische Party zu feiern: Eine große Mittelbühne, von allen Seiten gut einzusehen, dazu Rundum-Riesenleinwände, ein paar Pyro-Effekte, ein fetter (allerdings sehr basslastiger und dadurch bisweilen breiiger) Sound, und, natürlich immer im Mittelpunkt, den charismatischen Hartmut Engler, der alles zusammenhält. Schöne Überraschung für die Fans (von denen Hunderte wegen der miserablen Anfahrtssituation die erste halbe Stunde verpassten): Der Auftritt von Daniel Wirtz, der, wie schon in der TV-Sendung „Sing meinen Song“, den PUR-Klassiker „Tango“ mit viel Emotion präsentierte.

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